Zeiss Ikon SK7 Schließzylinder

Zeiss Ikon hat dem Profilzylinder zum Durchbruch verholfen. Der Zylinder SK7 ist eine besondere Ausprägung davon.

In den 1970er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die Anforderungen an die Schließzylinder und Schließanlagen immer komplexer. Zahlreiche Neubauten sollten bequem mit Zentralschlossanlagen ausgestattet werden. Große Hochhausanlagen, wie gewerbliche Neubauten (Flughäfen, Kliniken). Schnell stieß man an die Grenzen dier herkömmlichen fünf- oder sechstiftigen Anlagen.

Durch den IKON SK7 („Sonderklasse“, 7 Stifte), konnte darauf reagiert werden. Im Standardwerk von Heinz Pickshaus wird darauf hingewiesen, dass die Sonderklasse lediglich verkürzte Stiftabstände hat, sodass auf 35mm Zylinderlänge nun sieben statt sechs Stifte in der TK6 („Traditionsklasse“, 6 Stifte) im Gehäuse Platz finden.

IKON SK7 Profil

Eine weitere Besonderheit an dem Zylinder ist die Schließnase, die im Gegensatz zu heutigen Zylinder auf 90, bzw. 270° ausgerichtet ist. Die Schließnase sollte immer zur Bandseite der Tür zeigen und lässt sich über den gefederten Pin in der Schließnase ändern.

Profil im In- und Ausland geschützt

Profil IKON SK7

Das Schlüsselprofil des Zylinders ist einfach aufgebaut. Es befinden sich keine Hinterschnitte im Profil. Dies entspricht dem Stand der Technik bis in die 1990er Jahre, da Profilfräsautomaten noch unbekannt waren. Das „H“ in der Schließungsnummer zeigt eine Hauptschlüsselanlage an. Bei Ikon waren die Nummern immer fortlaufend, die Hierarchie des Schlüssels lässt sich am Schlüssel nicht ablesen.

IKON SK7

Einsatz

Diese Zylinder kamen bei komplexen Schließanlagen zum Einsatz. Hier konnten zahlreiche Gruppen und Verschachtelungen eingebaut werden. Gleichzeitig sinkt mit steigender Anzahl der Anlagenplättchen die Sicherheit. Gegen moderne Manipulationen erscheint mir der Zylinder recht unsicher.


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